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Agiles Lernen im Unternehmen mit Growify

agiles Lernen im unternehmen

Zielgerichtetere Personalentwicklung und eine nachhaltige Lernkultur rücken mehr und mehr in den Fokus des Personalmanagements. Neben fortschreitenden technologischen Neuerungen hat vor allem die Pandemie deutlich gemacht, wie wichtig eine rasche Anpassungsfähigkeit für den Unternehmenserfolg ist. Demnach muss auch Lernen in Betrieben und Organisationen vorangetrieben und entsprechend agil werden. Dafür braucht es eine nachhaltige Lernkultur. Diese schließt die Gesamtheit aller Wertvorstellungen, Denkmuster, Handlungsweisen und Rahmenbedingungen einer Organisation und ihrer Mitglieder hinsichtlich der Förderung und Pflege von Lernen im Unternehmen ein. Sie umfasst sowohl die förderlichen als auch alle hemmenden Rahmenbedingungen des Lernens. Damit ist Lernkultur der Ausdruck des Stellenwertes, der dem Lernen im Unternehmen zukommt.

In einem allgemeineren Rahmen wird dieses Thema in unserem Whitepaper "Agiles Lernprojekt" beleuchtet. In diesem Beitrag wollen wir näher darauf eingehen, wie Growify ein Mittel ist, mit dem agiles Lernen im Unternehmen umgesetzt wird.

Die 5 Prinzipien des agilen Lernens

Agiles Lernen folgt 5 Prinzipien. Diese lauten: agil, bedarfsorientiert, handlungsorientiert, qualitätsorientiert und projektiert. Im Einzelnen werden sie wie folgt defniert:

  1. Agil bedeutet, dass Lernen in mehreren Zyklen flexibel anpassbar ist. 
  2. Bedarfsorientiert, dass der Lerninhalt an den Bedarf im Unternehmen angepasst wird.
  3. Mit handlungsorientiert, ist das selbstgesteuerte Handeln der Lernenden gemeint.
  4. Qualitätsorientiert betont das Einhalten von Standards.
  5. Projektiert bedeutet, dass den Lernenden genügend Raum gegeben wird und Ressourcen zur Verfügung gestellt werden.

Fünf Prinzipien des agilen Lernens

So werden die fünf Prinzipien des agilen Lernens durch Growify-Features verkörpert:

  1. Die Growify-Software bietet jedem User die Möglichkeit, individuellen Lern-Content zu suchen und selbständig zu lernen. Außerdem ist das Dashboard innerhalb von Growify an jeden User flexibel anpassbar.
  2. Mit der Skill-Mapping-Funktion von Growify wird eine Datengrundlage geschaffen, auf der die Personalabteilung aufbauen kann. Durch das Angeben des Kenntnisstands der jeweiligen User erhält die Personalabteilung einen Überblick über vorhandene Skills und kann so strategisch die Fortbildung innerhalb des Unternehmens planen.
  3. Während des Lernprozesses haben die User die Möglichkeit sich in Lernteams zusammen zu schließen und sich mit anderen Usern zu vernetzen, um deren Lernerfolge zu verfolgen. Durch dieses soziale Feature können sich die Benutzer:innen über Lerninhalte austauschen und sich gegenseitig dazu motivieren gemeinsam zu lernen.
  4. Lernelemente in Growify geben gewisse Standards vor, die erst durch ein Abschließen eines bestimmten Lernelements erreicht werden. Bestenfalls werden diese durch konkrete Formulierungen von Lernergebnissen bei den Anforderungen qualitätskontrolliert.
  5. Die Ergebnisse des Skill-Mappings werden innerhalb eines an Growify angebundenen Dashboards datengetrieben und grafisch aufbereitet. In diesem Dashboard finden sich gebündelte Informationen wie aktuelle Skill-Level der User, oder die gelernten Lernelemente innerhalb eines gewissen Zeitraums. Projekte lassen sich so strategisch mit qualifiziertem Personal besetzten und das Unternehmen ist auf die neuen Herausforderungen der Arbeitswelt 4.0 vorbereitet.

Diese 5 Prinzipien des agilen Lernens müssen nun im Arbeitsalltag mit Leben gefüllt werden. Dafür bedarf es einer klaren Rollenzuweisung und einem definierten Ablaufplan bei den jeweiligen Lernprojekten.

Agiles Lernen mit Growify

Die 4 Rollen des agilen Lernens können in Growify durch die verschiedenen internen Status sehr gut ausgefüllt werden. Mehr zu den einzelnen Rollen erfährst du hier.

Das Management kann im Rahmen eines agilen Lernprojekts die Rolle des Auftraggebers / der Auftraggeberin einnehmen. Das Management gibt hierbei das Lernprojekt in Auftrag, definiert die zu lernenden Kompetenzen und stellt Ressourcen zur Verfügung.

Die Wissenstragenden im Unternehmen übernehmen in der Regel die fachliche Begleitung während eines agilen Lernprojekts. In Growify bietet sich dafür der Status des Editors an, der die Lerninhalte erstellt und das Lernteam während des Projekts unterstützt.

Die HR-Abteilung nimmt häufig die Rolle der methodischen Begleitung ein. In Growify bietet sich hierfür der Status des Admins oder des Editors an. Die verantwortliche Person ist dabei sehr erfahren in der Nutzung der Growify-Software, weshalb sie das Lernteam besonders bei Fragen rund um die Software unterstützt. Auch der zeitliche Rahmen und die Priorisierung der verschiedenen Aufgaben werden von ihr festgelegt.

Alle Lernenden, die sich in Growify vernetzten, bilden automatisch ein Lernteam. Dabei fungiert das gemeinsame Lernen als Motivator und das gegenseitige Unterstützen beim Lernen hilft viele Fragen informell zu beantworten.

Die Growify-Software ist ein Mittel, um das agile Lernen möglichst effektiv in der Praxis umzusetzen. Die 4 Rollen des agilen Lernens müssen dabei jedoch mit Leben gefüllt werden und durch eine klare Rollenverteilung auf ein gemeinsames Ziel ausgerichtet werden. Dafür gucken wir uns im nächsten Schritt die Phasen des agilen Lernens an.

Vier Rollen des Agilen Lernens

Die Phasen des agilen Lernens mit Growify

Einen riesigen Vorteil, den Growify bietet, ist die durch das Skill-Mapping entstehende Datengrundlage, mit der eine optimale Planung stattfinden kann. Somit können die Auftraggeber:innen - häufig die Manager:innen eines Unternehmens - Skill-Lücken erkennen, die sie durch das Initiieren eines agilen Lernprojekts frühzeitig angehen können. Am Anfang eines solchen Lernprojekts treffen sich alle am Projekt mitwirkenden Rollenvertreter:innen. Ein:e Auftraggeber:in vergibt hier den konkreten Auftrag für das Lernprojekt. Er / Sie stellt die Wichtigkeit des Lernprojekts heraus und warum es für das Unternehmen und die Lernenden essenziell ist, die erforderlichen Zielkompetenzen aufzubauen. Hier bietet sich methodisch ein Auftakttermin an, da dieser Relevanz und Akzeptanz, sowie Raum für offene Fragen schafft. Die methodische Begleitung erklärt dabei die Planung des Projekts, zeigt auf, welche Unterstützungsmöglichkeiten vorhanden sind und führt alle Vertreter:innen in ihre Rollen ein.

  1. In der ersten Phase, der Planung, wird der organisatorische Rahmen abgesteckt. Hier werden zum Beispiel durch das Growify-Dashboard in Power BI Datenlücken offenbart, die geschlossen werden müssen. Außerdem gibt dieses Dashboard einen guten Überblick über die vorhandenen Skills des Unternehmens, wodurch Projekte optimal besetzt werden können. Im nächsten Schritt muss für die fehlenden Skills Lernmaterial von der fachlichen Begleitung bestenfalls nach dem 70-20-10-Modell erstellt werden. 70 Prozent des Lernens geschieht durch konkrete Aufgaben oder Projekte, 20 Prozent durch das berufliche Umfeld und 10 Prozent durch traditionelle Weiterbildung. Zum Schluss werden Lernziele innerhalb des Lernprozesses zeitlich festgelegt, was das zielgerichtete und fokussierte Arbeiten unterstützt.
  2. In der nächsten Phase, der Etappe, lernen die Lernenden selbständig, um die Lernziele zu erreichen. Das eigenverantwortliche Lernen ermöglicht das spätere Entwickeln von neuen Vorgehensweisen oder Lösungsansätzen. In diesem Schritt unterstützten sich die Lernenden gegenseitig und haben zum Beispiel durch die regelmäßigen Lernmeetings die Möglichkeit sich gegenseitig Fragen zu beantworten.
  3. In der Phase des Reviews wird der erzielte Fortschritt der User in Growify von allen Beteiligten des Lernprojekts beurteilt und ein Ist-Zustand der Skills festgestellt. Dabei können auch Nachbesserungen der Lernziele oder des Zeitrahmens festgenommen werden. Das Ziel der Review ist es, eine Bilanz der fachlichen Ergebnisse der letzten Etappe zu ziehen. Hierbei nimmt die methodische Begleitung die Moderatorenrollen ein.
  4. In der Retrospektive wird der Lernprozess reflektiert und die Selbstkompetenz der Lernenden gestärkt. In diesem Schritt können Verbesserung für den nächsten Zyklus des Lernprojekts vorgenommen werden, es kann Feedback zu der Ausfüllung der Rollen gegeben werden, aber auch die Dinge, die im Lernprojekt gewürdigt und die Lernleistung des Lernteams hervorgehoben werden.
  5. Zum Ende des agilen Lernprojekts findet das Kick-out statt, an dem alle Vertreter:innen teilnehmen. Hier werden die Lernergebnisse den Auftraggeber:innen vorgestellt und ein finales Fazit gezogen.

Phasen des agilen Lernens

Der Start einer neuen Lernkultur

Durch die von der Growify-Software verkörperten Prinzipien des agilen Lernens, die Status, die sehr gut mit den Rollen des agilen Lernens verbunden werden können und den Ablauf eines agilen Lernprojekts, in dem die Growify-Software eine zentrale Rolle einnehmen kann, lässt sich das agile Lernen sehr gut mit Growify umsetzten. Im besten Fall stößt Growify eine komplett neue Lernkultur im jeweiligen Unternehmen an. Durch das agile Lernen mit Growify kann dem Lernen ein ganz neuer Stellenwert im gesamten Unternehmen beigemessen werden und die Wertvorstellungen, Denkmuster, Handlungsweisen eines Unternehmens grundlegend und somit das Unternehmen in seinem Kern verändert werden. Im Zeichen des lebenslangen, nie stoppenden Lernens, als Grundvoraussetzung für Unternehmen im heutigen globalen Arbeitsmarkt sagen wir dafür bei Growify: Ready, Steady, Grow!

Über den Autor
Laurens Bergemann

Laurens unterstützt Growify im Customer Success Team. Er kennt das Unternehmen aus verschiedenen Blickwinkeln und bringt wertvolles Wissen aus seinem Psychologiestudium mit ins Unternehmen.

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